Die Katze der Hexe
von Sith
Die katze der Hexe von Sith

Es war einmal, vor ewig lange Zeit, als die Tiere noch sprechen konnten eine wunderbare blaue Katze mit goldenen Augen.
Sie lebte am Waldrand in einem weißen schloss und war so herrlich schön, daß von überall her alle Tiere sie besuchen kamen.

Es kamen Drachen und Schlangen, Tiger und Vögel, Pferde und Ameisen, alle Tiere vom Märchenland wollten
einmal die blaue Katze sehen und von ihrem Anblick entzückt kehrten sie heim und waren glücklich.

Eines Tages kam eine Hexe vorbei, sie hatte sich verlaufen und fand ihren Weg nicht mehr.  Sie irrte eine
weile durch den Wald, kletterte auf einem Baum und sah im Tal das weiße Schloß der Katze.

Da ging sie hin und fragte wer der Herr vom Schloß sei. Und als sie die Geschichte der Katze hörte, war sie so
verwundert daß sie ins Schloß ging und sie auch einmal sehen wollte.Die blaue Katze lag auf einer weißen
Decke aus Federn und träumte vor sich hin. Als die Hexe in den Raum
trat, schaute sie in die goldene Augen der Katze und war verzaubert von dem Anblick. Sie ging hin, streichelte
die Katze und nahm sie mit in ihrem Hexenhaus. Sie suchte ihr Hexenbuch und wählte einen Zauberspruch
damit die Katze immer bei ihr bleiben sollte.

Und als sie den Zauberspruch gesprochen hatte, wachte die Katze auf, aber ihr Fell war kohlenrabenschwarz
geworden und ihre Augen so grün wie Smaragden.Und seit dieser Zeit konnte keine Hexe auf der Welt eine andere
Katze besitzen. Ob weiß, grau oder getigert,
immer wenn eine Hexe eine Katze in ihrem Hexenhaus mitnimmt, wird sie rabenschwarz und ihre augen glühen grün in der Nacht.



Der Glücksdrache
Der Glücksdrache by Sith

Es war einmal im Drachenland ein kleiner Drache. Er war etwas schüchtern und nicht so
kräftig wie die andere Drachen und wenn alle Drachen miteinander
kämpften und balgten, so blieb der kleine Drache lieber beiseite und schaute nur zu.
Natürlich lachten ihn alle aus und er wurde dann ganz verlegen, kletterte auf einen
Hügel hoch und setzte sich ins Gras sodaß ihn niemand mehr sehen konnte.

Traurig war er nicht, er schaute lieber die schöne große Blumen an und träumte vor sich hin.
An einem schönen Sommertag, saß er wie immer auf seinem Hügel und da hörte er eine feine
Stimme sagen: " Bitte, hilf mir mal raus..." Die Stimme kam aus einer riesengroße rote Blume.
Der kleine Drache ging hin, nahm die Blume vorsichtig zwischen seine Krallen und schüttelte sie
ein bisschen. Da fiel eine winzige kleine goldene Gugel heraus und verschwand im hohen Gras.
Der Drache suchte und suchte und endlich fand er die Goldkugel, sie war so winzig daß ich dir
nicht erklären kann wie er sie mit seinen riesengroßen Pranken aufheben konnte, aber er schaffte es !

Er öffnete seine Pfote und da lag die Goldkugel und strahtle in der Sonne mit tausend Funken. 
Der kleine Drache war wie verzaubert, ging den Hügel wieder runter und hielt die
Goldgugel fest in seiner Pfote.
Dann zeigte er seinen Schatz den anderen Drachen und alle versammelten sich um
ihn und riefen: " Du hast ja einen Glücksstern gefunden ? wo denn, wo denn?
" und drängten sich alle um ihn.
" Da oben auf den Hügel, in der roten Blume, sagte er. Da habe ich es gefunden"
Alle Drachen rannten den Hügel rauf und in zwei Minuten hatten sie alle Blumen
kaputt getrampelt und den ganzen Hügel zertreten. Aber eine Goldkugel fand keiner...

Im Elfenland
Elfenland von Sith

Das Elfenland ist so bezaubernd, daß ich es dir nicht beschreiben kann, aber ich weiß wo es liegt, direkt hinter der Vega.
Der Weg ist einfach, zuerst gehts du links um den Mond herum, dann ein Stück geradeaus zur Milchstrasse und schon siehst
du die Vega, kann man wirklich nicht verfehlen.Drachen gehören da nicht hin, aber bei einer Mondfinsternis, kann es schon mal passieren
daß Flugdrachen von ihre Route abkommen und aus Versehen ins Elfenland landen.
Ist natürlich keine Absicht, eher ein Unfall.Wenn ein
Flugdrache eine Bruchlandung im Elfenland erleidet, ist er zunächst so verwirrt und hilflos und weiß nicht mehr wo oben und unten ist.
Und so müssen die kleine Elfen immer wieder solche riesiege Flugdrachen wieder auf die Pranken helfen, was wirklich nicht einfach ist.
Zuerst binden sie ihm die Augen zu, dann geben sie ihm was zu trinken und beruhigen ihn mit liebevollen Worte.Wenn der Drache wieder zu
sich gekommen ist, holen sie Milch und Honig, reiben damit seine Pfoten ein und helfen ihm wieder auf die Beine. Der Drache schüttelt dann
seine Flügel so heftig aus, daß alle kleine Elfen durchgewirbelt werden. Der Drache macht es nicht aus böser Absicht, sondern nur weil er versucht
sich in die Lüften zu erheben.Hat er es endlich geschafft seine riesige Flügel auszubreiten, rennt er los und kann seinen Flug fortführen, was leider
nicht immer beim ersten Versuch gelingt.
Und so kannst du dir vorstellen wie glücklich und froh die kleine Elfen sind, wenn der Drache endlich in den
Wolken verschwindet obwohl er sich nicht einmal verabschiedet hat.Und das ist der Grund warum im Elfenland Drachen nicht so gerne am Himmel mal
gesichtet werden. Die kleine Elfen beobachten dann ganz besorgt seinen Flug und haben immer einen großen Honig Vorrat in ihrem Elfenschloss.

Der Bursche im Brunnen
Bursche im Brunnen
Es begab sich vor gar nicht langer Zeit, da lebte ein Bursche am Waldrand in seiner Holzhütte allein und zufrieden und hatte keine Sorgen.
Er besaß alles was er zum leben brauchte und wollte keine andere Wünsche haben.
So lebte er schon immer und hatte sich vorgenommen für immer so weiter zu leben.
An einem schönen Herbstmorgen stand er auf wie immer und beschloss in den Wald zu gehen seinen
Holzvorrat für den Winter zu holen. Er zog sich an, nahm seine Axt und einen Lederriemen mit und machte
sich auf den Weg. Er kannte den Wald genau und wusste seinen Weg, ging und ging und schaute nicht nach links und nicht nach rechts.
Die Axt hatte er über seine Schulter gelegt und den Lederriemen um seinen Bauch gewickelt.


Da trat er auf trockenen Tannenzapfen und dachte bei sich „ Diese Zapfen wären genau richtig um mein Feuer anzuzünden",
legte seine Axt ab, sammelte die Zapfen ein und stopfte soviel er konnte in seine Taschen. Als er fertig war, richtete er sich auf und wollte seine gute Axt
wieder auf die Schulter nehmen, die aber war nicht mehr da. Der Bursche schaute links und rechts und auch oben, nirgends aber konnte er seine Axt sehen,
fing an zu suchen und wusste nicht wo er suchen sollte. Er ging ein Stück weiter lief mal nach links und mal nach rechts bis es Mittag wurde.
Da kam er in eine Lichtung und die Sonne brannte auf seinen Kopf, er bekam Durst und Hunger und fühlte sich so müde, dass er sich unter einer große Eiche
hinsetzen musste.Er legte seinen Kopf in seinen Händen und dachte bei sich „ Ohne meine Axt will ich nicht nach Hause gehen,
ich will den Weg zurückgehen und noch mal suchen", stand auf und wusste nicht mehr woher er gekommen war.

Wie er da stand und die Bäume um sich sah, merkte er plötzlich eine Elfe, sie schaukelte auf einem Ast und ihr buntes Kleid leuchtete fröhlich und
sie lachte ihn frech an.Der Bursche wurde wütend, rannte zur Elfe und wollte sie packen, aber sie sprang runter
und er hatte nur ihr Kleid in der Hand. Sie rannte weg und verschwand in den Wald und er rannte ihr hinterher und so
rannte er und war außer sich vor Wut. Er war so wütend dass er nicht auf seinen Weg schaute und fiel in ein tiefes Loch,
so tief dass er über seinen Kopf nur noch ein Stückchen blauen Himmel sehen konnte. Er sah sich um und um ihn waren dicke
Steinmauer. Da dachte er bei sich „ Dies ist der alte Waldbrunnen von dem ich schon gehört habe und ich dachte es wäre nur ein Märchen"

Es setzte sich hin und vergrub seinen kopf in den Händen und das Kleid der Elfe war nur aus Nebel und hatte keine Farben mehr.
Plötzlich hörte er die Elfe rufen, sie stand oben am Brunnenrand und sagte:
„Bitte, gib mir mein Kleid zurück, ich kann sonst nicht nach Hause gehen und die Nacht kommt bald"
„Gib mir meine Axt wieder", schrie der Bursche und sah sie nicht an.
Die Elfe flehte ihn an aber er antwortete nicht und sah sie nicht an. Da fing sie an zu weinen und weinte und weinte und ihre Tränen fielen
in den alten Brunnen und der Bursche saß im Wasser und sah die Elfe nicht an und schrie „Hör auf zu weinen, willst
du mich denn ertränken?" Aber die Elfe weinte weiter und bald war das Wasser so hoch, da musste er aufstehen und das Wasser
reichte ihm bis zum Bauch und bis zur Brust und bis zum Hals und war salzig und er bekam Angst um sein Leben.
Da schaute er nach oben und sah die Elfe an und sie lächelte lieb und sagte „Gib mir mein Kleid wieder". Da hielt er das Nebelkleid hoch über
seinen Kopf und sie beugte sich in den Brunnen, streckte die Hand aus und er packte sie am Handgelenk und sagte „Gib mir meine Axt wieder".
Sie lachte ihn an, gab ihm einen Kuss und der Bursche wusste nicht mehr was ihm geschah, lies das Kleid los und war froh in den Brunnen gefallen zu sein.
Er lächelte sie an und sagte sanft „ Hilf mir bitte hier raus", reichte ihr seinen Lederriemen und sie band es um einen Baum fest.
So fing er an aus dem Brunnen rauszuklettern und weil er es eilig hatte, war er bald aus dem Brunnen und sah sich um, aber die Elfe war verschwunden.
Seither lebt er im Wald und sucht nach ihr.

sith für Rolf

 

 

Texte @by sith Märchenbuch von Sith

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